Nenia

Schicksalsfee aus fahlem Himmelslicht

 

Dekadenz in Wahn und Illusion


Königin Luna krönt die Dämm´rung, eingehüllt in nächtlich Glanz Befiehlt der Welt nun ihrem Leben zu entsagen Dichter Nebel hüllt die Szenerie mit Blut in Blasphemie Es sind die Vorboten der Nacht, die ihre Schatten mit sich tragen Spiel für mich Dein Lied von Trauer und Einsamkeit Ich frag dein Herz: „Was hat Dein Zorn erneut befreit“ Deine Lieb entspringt aus Hass, welcher sich vor ihr verstellt Doch diese Lüge spiegelt sich in Deinen Augen Illusion wird mehr als Trug zum Manifest meiner neuen Welt Vor allem anderen Spott erzürnt zerbricht mein Glauben  Mein Herz verliert im Freudentaumel Seine Unbeschwertheit, die die Sünde noch in Zügel legt Ich wob ein Leichentuch für die Moral Welche selbst im Abgesang dieser Vernunft besteht Und die Schuld; einst nur Gespenst einer verwirrten Kreativität Führt nun als Wille meine Hand zur Tat!  Natura Mortis cum Dies irae lavat   Heut ist die Nacht in der die Blutschuld getilgt wird Im Rausch meiner finsteren Abscheulichkeit Ist das Einzige was mir noch den Sinn wirrt Mein schwarzer Mund auf deinem weißen Leib   Tanz mit mir hinein in tiefvergessene Nacht Ich schließ meine Augen vor dem was in Dir neu erwacht   Du hast dich versündigt an der Schöpfung und am Tod Ich lass den Himmel jetzt für Deinen Frevel büßen Wenn das Sakrament der Unschuld, der Reinheit höchst´ Gebot Durch mein Gebet in meiner Gnade und vor Gott in Dich fließen  Mein Schmerz verliert sich in dem Taumeln Der Unbeschwertheit, die sich der Sünde nun zu Füßen legt Ich wob Dein Leichentuch aus schwarzem Samt Welches Dich auf Deiner tiefen Reise sanft fortträgt Und die Schuld; einst geboren aus perverser Kreativität Führt nun als Wille meine Hand in ein Verbrechen selbst erwählt Niedergestreckt liegst Du jetzt da Für mich als Huldigung Dein Blut zerflieht vor meinem Durst und meiner Auflehnung Einmal soll Dein Fleisch mir doch beweisen, dass Deine Liebe kein Betrug Ich trag Dich mit mir für den Tod in das Konzert  in fahler Dämmerung  Und ich starb für einen Himmel  Grell mit Feuerschein durchwoben Der die Handschrift einer Todsünde pathetisch ummalt Blutgeschlossen ward das Siegel Leblosen Körpers enthoben Nur der Winter formt als Mahnmal das Abbild meiner Qual  Gehüllt in Verlangen mein hungrig Aug ist nie still Geweckt ist der Drang der Dich mir zerstören will Du bist kalt, Du bist tot, Du bist leichenblass schön Ich opfere uns der Zeit, um mit Dir unterzugeh´n Entfesselt ein ums andere Mal Sind Todesfürst und Höllenqual Und Grausam ziemt sich Gruß auf Kuss Wo man Totes küssend grüßen muss An mir wandelt sich Wiederkehr Mein Herz sehnt sich nach Blut so sehr Allein den Durst zu stillen gelingt mir nicht Denn der Hass ist unerbitterlich Was deutet auf Blut ist uns genehm Was Blut vergießt ist uns bequem Um Blut und Glut kreisen die Reihen In Glut soll Blut vergossen sein  Ich bin der Prophet und der Vollstrecker Wer steht jetzt noch über mir  Oh Himmlischer Vater, Dein Segen, Dein Leid hat uns einmal mehr von uns selber befreit Was ehemals reich und unsterblich noch war Vergeht in uns und durch uns in tödlichem Wahn Das Versprechen ist tot und das Blut längst geronnen Das Verbrechen war Not, um dem Tod zu entkommen Er stahl als Teufel Ihre Schönheit durch bitteres Leid ..Und als Dieb hat er sie dem Tod(e) geweiht...